Alligatoah

Alligatoah ist seit Jahren auf den großen Bühnen des Landes zu Hause. Das Scheinwerferlicht ist seine Sonne, die Bretter, die die Welt bedeuten, sein Wohnzimmer. Nach der restlos ausverkauften Himmelfahrts-Kommando-Tour folgte die heimelige Akkustiksause Akkordarbeit, die Alligaotah 2018 zusammen mit Sebel auch auf die Festivalbühnen brachte. Oder eher brachte Alligaotah den Untergrund in Form einer Kanalisation auf die Festivals.

Im Jahr 2019 ist Alligaotah also wieder zurück auf den großen Bühnen, in seinem zu Hause! Wie immer, hat der Künstler sich höchstselbst um die Einrichtung seines Heimes gekümmert, wieder mal darf sich der Zuschauer von einer eigenen Welt des Tausendsassas Alligatoah verzaubern lassen! Als Gastgeschenk reicht er frisches Liedgut seines neuen Albums „Schlaftabletten, Rotwein V“ und exquisite Klassiker seines Schaffens. Alligatoah findet das Heimweh in der Ferne, auf der „Wie Zuhause Tour 2021“!




Fettes Brot

Vorsatz fürs neue Jahr: endlich mal wieder verlieben. In die Welt, das Leben, die Menschen. Zugegeben: man möchte sie, es und alle gut finden, aber es ist grad schwer. Mensch ärgert momentan hart. Einzelne und ganze Gesellschaften driften nach rechts, verlieren sich in der Dunkelheit. Fettes Brot können davon immer schon ein launiges Lied singen.

Welche einheimische Rapgruppe sonst trägt Protestsongs über Homophobie und Frauenfeindlichkeit („Schwule Mädchen“) in die Top Ten? Mißbilligt unseren Mangel an Mitgefühl anläßlich von Meldungen über Massenflucht und Mordanschläge („An Tagen wie diesen“)? Thematisiert die fatale Überdosierung von Kuscheldrogen („Lass die Finger vom e, Manuela“)? Läßt alle Sexpuppen tanzen zu einem Rave Bouncer über eine neue, medial forcierte Impotenz („Bettina, zieh dir bitte etwas an“)?

Dass sie dabei nicht mit dem ausgestreckten Zeigefinger ins Auge stechen, sondern gnadenlos unsere super-optimierten Bodies durchkitzeln, macht sie zu unverzichtbaren Hofnarren in dieser digitalen Diktatur der Angeschalteten.

2019, mit einem Lachhilfe-Buch beim Rowohlt Verlag (basierend auf ihrer wöchentlichen Njoy- Radiosprechstunde „Was Wollen Wissen“) und ihrem 9. Studio-Album „Lovestory“ im Rollkoffer, kommen sie endlich zurück in die Kampfzone. Wir wissen: sie machen Hits, wenn sie ihre Jeans überstreifen. On stage reißen sich die biestigen Boys dabei auch noch so schöne Löcher in die Büxen, wie sonst wenige.

Glauben sie nur: im kommenden Herbst vollführen Björn Beton, König Boris und Doc Renz ihren dreifachen Kopfstand auf zahllosen Bühnenbrettern von hier bis da. Wir nennen das vorauseilend jetzt schon „die Tournee 2021“.