Alligatoah

Nach der erfolgreichen Hallentournee „Hotel Kalifornien“ kündigt Alligatoah jetzt seine eigenen Open Airs 2020 an.

Alligatoah steht für eine beispiellose Einzigartigkeit und tritt den Beweis an, dass populäre Musik nicht weichgespült und angepasst sein muss, sondern experimentell, hart und detailverliebt sein kann. Wer bereit ist, dem ersten positiven Zyniker unter den Protestsängern bei seinen akustischen Drehbüchern über die Absurditäten des Weltgeschehens zuzuhören, wird auf seine Kosten kommen.

Alligatoah ist durch seine Kunst ein nicht immer stiller Beobachter der Welt, der in diversen Zwischentönen Hauptsätze spricht und Perspektiven energetisch vermittelt, von denen er offen hält, wer diese jetzt eigentlich einnimmt. Nachdem er mit seiner Band die Savanne von Kenia genauso bespielte wie die großen Festival- und Konzertbühnen des Landes, öffnet er erneut die Pforten des Hotel Kalliforniah und lädt ein zu den „Wie Zuhause Open Airs 2020“



Fettes Brot

Vorsatz fürs neue Jahr: endlich mal wieder verlieben. In die Welt, das Leben, die Menschen. Zugegeben: man möchte sie, es und alle gut finden, aber es ist grad schwer. Mensch ärgert momentan hart. Einzelne und ganze Gesellschaften driften nach rechts, verlieren sich in der Dunkelheit. Fettes Brot können davon immer schon ein launiges Lied singen.

Welche einheimische Rapgruppe sonst trägt Protestsongs über Homophobie und Frauenfeindlichkeit („Schwule Mädchen“) in die Top Ten? Mißbilligt unseren Mangel an Mitgefühl anläßlich von Meldungen über Massenflucht und Mordanschläge („An Tagen wie diesen“)? Thematisiert die fatale Überdosierung von Kuscheldrogen („Lass die Finger vom e, Manuela“)? Läßt alle Sexpuppen tanzen zu einem Rave Bouncer über eine neue, medial forcierte Impotenz („Bettina, zieh dir bitte etwas an“)?

Dass sie dabei nicht mit dem ausgestreckten Zeigefinger ins Auge stechen, sondern gnadenlos unsere super-optimierten Bodies durchkitzeln, macht sie zu unverzichtbaren Hofnarren in dieser digitalen Diktatur der Angeschalteten.

2019, mit einem Lachhilfe-Buch beim Rowohlt Verlag (basierend auf ihrer wöchentlichen Njoy- Radiosprechstunde „Was Wollen Wissen“) und ihrem 9. Studio-Album „Lovestory“ im Rollkoffer, kommen sie endlich zurück in die Kampfzone. Wir wissen: sie machen Hits, wenn sie ihre Jeans überstreifen. On stage reißen sich die biestigen Boys dabei auch noch so schöne Löcher in die Büxen, wie sonst wenige.

Glauben sie nur: im kommenden Herbst vollführen Björn Beton, König Boris und Doc Renz ihren dreifachen Kopfstand auf zahllosen Bühnenbrettern von hier bis da. Wir nennen das vorauseilend jetzt schon „die Tournee 2019“.